Spr Sprüche, Kapitel Sprichwörter, Kapitel 25
Fünfter Teil: Eine andere Hauptsammlung Salomonischer Sprüche.
Auch dies sind Sprüche Salomos, welche zusammengestellt haben die Männer Hiskias, des Königs von Juda. Es ist Gottes Ehre, eine Sache verbergen, aber der Könige Ehre ist's, eine Sache erforschen. 5Mo 29:28; Röm 11:33Wie des Himmels Höhe und der Erde Tiefe, so ist auch der Könige Herz unerforschlich. Spr 20:5Werden die Schlacken vom Silber entfernt, so wird ein reines Gefäß daraus. Man entferne die Gottlosen aus des Königs Nähe, so wird durch Gerechtigkeit sein Thron befestigt. Spr 20:8Prunke nicht vor dem König und stelle dich nicht auf den Platz der Großen. Denn es ist besser, daß man zu dir sage: Rücke herauf! als daß man dich erniedrige vor einem Vornehmen, den du doch wohl bemerkt hattest. Lk 14:9Gehe nicht rasch zum Streiten vor; denn was willst du hinterher machen, wenn dich dein Nächster beschämt? Führe deinen Streit mit deinem Nächsten, aber eines andern Geheimnis verrate nicht, auf daß dich nicht beschimpfe, wer es hört, und dein böser Ruf nimmer aufhöre. Goldene Äpfel in silberner Prunkschale - so ein Wort, geredet zu rechter Zeit. Wie ein goldener Ring und ein Geschmeide von Feingold, so ein weiser Mahner am hörenden Ohr. Wie die Kühle des Schnees zur Erntezeit, so ist ein zuverlässiger Bote dem, der ihn sendet; denn er erquickt die Seele seines Herrn. Gewölk und Wind und doch kein Regen - so ist ein Mann, der mit Geschenken prahlt, die er doch nie giebt. Jak 2:16Durch Geduld läßt sich ein Richter überreden, und eine gelinde Zunge zerbricht Knochen. Spr 15:1Hast du Honig gefunden, so iß, was dir genügt, daß du seiner nicht satt werdest und ihn dann ausspeiest. Spr 24:13Laß deinen Fuß selten sein im Hause deines Nächsten, daß er deiner nicht überdrüssig und dir gram werde. Hammer und Schwert und scharfer Pfeil - so ein Mann, der wider seinen Nächsten als falscher Zeuge aussagt. Ps 59:8Ein morscher Zahn und ein wankender Fuß - so daß Vertrauen auf einen Treulosen am Tage der Not. Wie einer, der am kalten Tage das Kleid ablegt, wie Essig auf bösen Grind, also ist, wer einem betrübten Herzen Lieder singt. Hungert deinen Hasser, so speise ihn mit Brot, und dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser. Denn damit häufst du feurige Kohlen auf sein Haupt, und Jahwe wird dir's vergelten. Röm 12:20; 1Sam 24:20Nordwind bringt Regen hervor, und verdrießliche Gesichter die heimliche Zunge. Lieber auf der Zinne eines Daches wohnen, als ein zänkisches Weib und gemeinsames Haus. Spr 21:9Wie kaltes Wasser für eine lechzende Seele, so gute Nachricht aus fernem Lande. Spr 15:30Wie ein getrübter Born und eine verderbte Quelle, so ein Frommer, der angesichts der Gottlosen wankt. Zu viel Honig essen ist nicht gut, und wer schwere Dinge erforscht, dem wird's zu schwer. Spr 25:16; Röm 12:3Wie eine offengelegte Stadt, die ohne Mauern ist, so ein Mann, dem Selbstbeherrschung fehlt.